Website für Speditionen: Was muss drauf, damit Kunden und Fahrer anfragen?
Was Verlader und Berufskraftfahrer auf der Website einer Spedition suchen und wie aus Besuchern Anfragen und Bewerbungen werden.
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3 Min. Lesezeit

Kurz gesagt: Eine Speditions-Website hat zwei Zielgruppen. Kunden prüfen einen Dienstleister, Fahrer prüfen einen Arbeitgeber. Kunden brauchen geordnete Leistungen, ein klares Einsatzgebiet, sichtbare Nachweise und ein Anfrageformular mit Eckdaten. Fahrer brauchen ehrliche Einblicke in Fuhrpark und Alltag und eine Bewerbung, die in zwei Minuten vom Handy aus erledigt ist.
Was Kunden auf Ihrer Website suchen
Einkäufer recherchieren lange selbst, bevor sie anrufen. Laut Gartner verbringen B2B-Käufer nur rund 17 Prozent ihres Kaufprozesses im Gespräch mit Anbietern (Quelle: Gartner). Den Rest der Zeit lesen sie, vergleichen und sortieren aus. Ihre Website ist deshalb oft der erste Prüfstein.
Leistungen in klaren Bereichen
Transport, Lager, Umzug, Montage oder Entsorgung: Jeder Bereich bekommt einen eigenen Abschnitt mit kurzer Beschreibung. So erkennt ein Einkäufer in Sekunden, ob Sie sein Problem lösen. Eine lange Liste ohne Ordnung schafft das nicht.
Einsatzgebiet und Standorte
Wo fahren Sie und von wo aus? Nennen Sie Regionen, Relationen und Standorte klar, bei mehreren Standorten am besten mit Karte. Das hilft Kunden bei der Einordnung und Google bei der regionalen Suche.
Nachweise sichtbar machen
ISO 9001, eine ADR-Zulassung für Gefahrgut oder Mitgliedschaften in Verbänden gehören sichtbar auf die Seite, nicht ins Kleingedruckte. Der erste Eindruck zählt: In einer Befragung von 120 Verladern gaben 62 Prozent an, dass ein gutes Außenbild ihre Wahl des Logistikdienstleisters beeinflusst (Quelle: VerkehrsRundschau).
Ansprechpartner mit Gesicht
Name, Foto, Durchwahl. Im B2B fragt niemand gern über ein anonymes Formular an. Ein fester Ansprechpartner je Bereich senkt die Hürde für den ersten Anruf.
Ein Anfrageformular mit Eckdaten
Fragen Sie Leistung, Volumen, Termin und Adressen gleich mit ab. Dann können Sie direkt kalkulieren, statt erst nachzutelefonieren. Wer lieber spricht, ruft mit einem Tipp auf die Nummer an.
Was Fahrer auf Ihrer Website suchen
Laut dem Branchenverband BGL fehlen in Deutschland 120.000 Lkw-Fahrer und mehr (Quelle: eurotransport.de). Gute Fahrer können sich ihren Arbeitgeber aussuchen. Bevor sie sich melden, schauen sie sich an, wie es bei Ihnen zugeht.
Ehrliche Einblicke statt Floskeln
Echte Fotos von Fuhrpark, Team und Hof sagen mehr als „familiäres Arbeitsklima“. Zeigen Sie, welche Fahrzeuge gefahren werden, welche Touren es gibt und wie ein Arbeitstag aussieht. Wertschätzung ist dabei ein großes Thema: In einer BGL-Umfrage unter rund 4.000 Fahrern sagten 94 Prozent, sie erlebten nie oder selten angemessene Wertschätzung (Quelle: eurotransport.de). Wer zeigt, wie er mit seinen Fahrern umgeht, hebt sich ab.
Die Fragen beantworten, die Fahrer wirklich haben
Nah- oder Fernverkehr? Wann bin ich zu Hause? Welche Fahrzeuge? Wie wird bezahlt? Wer diese Fragen auf der Karriereseite beantwortet, bekommt passendere Bewerbungen und spart sich Gespräche, die zu nichts führen.
Bewerbung in zwei Minuten
Kein Anschreiben, kein Lebenslauf als PDF. Name, Telefonnummer, Führerscheinklassen und eine gute Zeit für den Rückruf reichen für den ersten Schritt. In einer StepStone-Befragung nannten 47 Prozent Probleme mit der mobilen Bewerbung als Grund, sich nicht zu bewerben oder abzubrechen (Quelle: Personalwirtschaft).
Stellen aktuell halten
Eine Anzeige, die seit einem Jahr online steht, wirkt verlassen. Mit einem Stellenbereich, den Sie selbst pflegen, tragen Sie neue Stellen in wenigen Minuten ein und nehmen besetzte wieder heraus.
Was beide Zielgruppen brauchen
Die Seite muss auf dem Handy funktionieren, schnell laden und echte Bilder zeigen. Fahrer suchen unterwegs, Disponenten zwischen zwei Telefonaten. Der Weg zum Kontakt ist von jeder Stelle aus erreichbar, ob Anfrage oder Bewerbung. Wie ich solche Websites für Transportunternehmen aufbaue, zeigt die Seite Webdesign für Speditionen und Logistik.
Was eine Speditions-Website nicht braucht
Eine Firmengeschichte über drei Seiten, Stockfotos von glänzenden Lkw, die nicht Ihre sind, oder einen Newsbereich, der seit Jahren ruht. Auch eine eigene Sendungsverfolgung muss nicht auf die Website. Ein Link zu Ihrem bestehenden System reicht.
Was eine solche Website kostet, steht mit drei typischen Beispielen im Artikel Was kostet eine Website für eine Spedition?. Für Ihr eigenes Projekt rechnet es mein Kostenrechner.
Passende Leistung
Webdesign für Logistik & Spedition
Websites für Speditionen, Transport- und Logistikunternehmen: mit geordneten Leistungen, Standorten und einer Karriereseite für Fahrer.
Häufige Fragen
Brauchen wir eine eigene Karriereseite?
Sobald Sie regelmäßig Fahrer oder Disponenten suchen, ja. Eine eigene Seite lässt sich gezielt verlinken, etwa aus Stellenanzeigen. Dort stehen alle Antworten an einem Ort.
Woher bekommen wir gute Fotos?
Handyfotos von Fuhrpark und Einsätzen reichen oft als Ausgangspunkt. Ich wähle die geeigneten aus und bereite sie auf. Auf Anfrage begleite ich Sie auch und fotografiere neu.
Reicht ein One-Pager?
Für ein Transportunternehmen mit klarem Angebot oft ja, ergänzt um eine Karriereseite. Mit mehreren Standorten oder vielen offenen Stellen lohnt sich ein Bereich, den Sie selbst pflegen.
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